SIG Newsletter 6 / 10. Mai 2004

Kooperationsvereinbarung zwischen dem Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund und der Plattform der Jüdischen Liberalen Gemeinden der Schweiz

Im Jahre 1992 beschloss die Delegiertenversammlung des SIG, dass auf den Gebieten "Bekämpfung des Antisemitismus, Sicherheit und Israel" eine Zusammenarbeit zwischen dem SIG und den beiden Jüdischen Liberalen Gemeinden der Schweiz gepflegt werden soll. Diese Zusammenarbeit wurde aber nie formell vereinbart und nur sporadisch wahrgenommen.

Nach der Delegiertenversammlung 2003 bestand für die Verantwortlichen des SIG Handlungsbedarf. Mit der Vereinigung der Communauté Israélite Libérale de Genève und der Jüdischen Liberalen Gemeinde Or Chadasch Zürich zur Plattform der Jüdischen Liberalen Gemeinden der Schweiz, wurde in der Folge eine Vereinbarung angestrebt.

Die beiden Jüdischen Liberalen Gemeinden messen dem gemeinsamen Auftritt der Schweizer Juden so grosse Bedeutung zu, dass sie sich trotz der Ablehnung ihrer Beitrittsgesuche zum SIG an dessen Delegiertenversammlung im vergangenen Jahr, zu einer engeren Zusammenarbeit mit dem SIG bereit finden konnten.

Für die Geschäftsleitung des SIG und das Präsidium der neu ins Leben gerufenen Plattform stand ausser Zweifel, dass der Accord von 1992 formell institutionalisiert werden musste, um die anstehenden Probleme der Juden in der Schweiz langfristig und gemeinsam anzugehen. In enger Zusammenarbeit wurde von den Führungsgremien beider Organisationen eine Lösung erarbeitet, die zur jetzt vorliegenden Kooperationsvereinbarung geführt hat.

Diese Vereinbarung, welche die Zusammenarbeit beider Dachorganisationen regelt, wird am Montag, 10. Mai 2004 in Zürich unterzeichnet. Damit wird die politische Vertretung der Juden in der Schweiz weiter gestärkt.

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