SIG ENewsletter 02-06 / 10. August 2006

Die Haltung des SIG zum Nahostkonflikt
Der SIG spendet für AKIM
Neue Ressortverteilung in der Geschäftsleitung des SIG
SIG-Sommermachane 2006 in Leysin


Der SIG zum Konflikt im Libanon

In einem Brief an Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat der SIG Präsident bereits gegen die einseitige Stellungnahme des EDA über den Vorstoss nach Gaza durch die Israelische Armee protestiert. Leider musste dieser Protest wiederholt werden, nachdem die Bundesrätin auch zum Konflikt im Libanon eine völlig einseitige Stellungnahme abgab. Diese wurde auch von einigen Parlamentarierinnen und Parlamentariern kritisiert, unter anderem auch von der Präsidentin der Gesellschaft Schweiz Israel, Nationalrätin Vreni Müller-Hemmi.

In zwei weiteren Communiqués, die von der allgemeinen Presse breit wiedergeben wurden, hat der SIG Präsident die Notwendigkeit dieses Kriegs für Israel dargestellt. Auch wurde das Bedauern über die zivilen Opfer auf beiden Seiten, sowie die Solidarität der Schweizer Juden gegenüber Israel ausgesprochen, das sich in einem Existenzbedrohenden Konflikt befindet.

Neben fast täglichen Beiträgen im Radio und in verschiedenen Zeitungen konnte Prof. Alfred Donath in einigen ausführlichen Interviews die Haltung des SIG detailliert darlegen, so zum Beispiel in der Basler Zeitung, im Bund und in LeTemps. Der SIG ist zwar nicht der verlängerte Arm der Israelischen Regierung, trotzdem haben wir eine Verpflichtung gegenüber Israel, die auch in den Statuten festgelegt ist. Der SIG reagiert immer dann, wenn es die Befindlichkeit der Schweizer Juden verlangt, wenn die Existenz des Staates Israel in irgendeiner Form bedroht und wenn das Existenzrecht Israels in Medienberichterstattungen oder Äusserungen von Politikern etc. in Frage gestellt wird.

Der SIG erhielt viele Zuschriften und E-Mails. Oft mit Sympathiebekundungen und Unterstützung für die Haltung des SIG, aber auch mit kritischen Worten und Analysen. Leider sind auch immer wieder klar antisemitische Zuschriften dabei.

Den Wortlaut der Mitteilungen des SIG finden Sie unter www.swissjews.org Aktuell.


Der SIG spendet für AKIM

In Anbetracht der äusserst schwierigen Lage in Israel hat die GL des SIG beschlossen, der Organisation AKIM eine Spende zukommen zu lassen. Die unpolitische Organisation AKIM betreut geistig behinderte Kinder und ihre Familien. Wie Daniel Bar-am, International Director von AKIM schreibt, leiden die von AKIM betreuten Menschen ganz besonders unter der aktuellen Lage und reagieren mit starkem Stress und Nervenzusammenbrüchen. Momentan arbeitet AKIM daran, Behinderte aus den Gebieten im Norden zu evakuieren.

http://www.akim.org.il/english/


Neue Ressortverteilung in der Geschäftsleitung des SIG

Die GL hat am 6. Juli ihre monatliche Sitzung abgehalten und die Verteilung der Ressorts zum Teil geändert. So liegt nun der ganze Bereich Kommunikation beim SIG Präsidenten. Ein überarbeitetes Kommunikationskonzept wird die GL noch im August diskutieren und dann im September dem CC präsentieren. Das Jugendressort, das nun ebenfalls die Projekte "Likrat", "Jeled" und "Shoahzeugnisse Film" beinhaltet, untersteht Sabine Simkhovitch-Dreyfus, die ebenfalls das Ressort "Zusammenarbeit mit den Gemeinden" betreut. "Zukunft des SIG" ist nun ein Ressort der gesamten GL und wird zum Teil in die Arbeit der Statutenrevisionskommmission integriert. Die anderen Ressorts blieben unverändert.


SIG-Sommermachane 2006 in Leysin

Das diesjährige SIG-Sommermachane fand unter dem Motto "Zeitreise" statt. Die knapp 50 Chanichim erlebten in den verschiedenen Programmen eine Reise durch Epochen und lernten den Begriff der Zeit neu kennen und leben. Die Teilnehmer waren zwischen 7 und 14 Jahren alt und kamen aus verschiedenen Teilen der Schweiz und aus dem Ausland.
Unterschiedliche Programme führten zu einer abwechslungsreichen Woche. Nach der Ankunft der Chanichim, wurden Sie in Epochen aufgeteilt, um in einem Spiel das Heim für die Bewohner Ihrer Zeit zu bauen. Weiter wollten wir wissen, wie das früher so war ohne Uhren, Handys und Wecker und verbrachten einen ganzen zeitlosen Nachmittag. Um fit zu bleiben, wurde viel Sport getrieben und ein Ausflug in das Erlebnis-Labyrinth in Evionnaz und der Hip-Hop-Tanzkurs einer professionellen Hip-Hop-Lehrerin wurden zum vollen Erfolg. Die Kinder hatten die Möglichkeit, an drei Programmen pro Tag teilzunehmen, darunter wurde auch Ihre Kreativität mit verschiedenen Chugim gefördert. Verwöhnt wurden die Teilnehmer und Madrichim jeden Tag aufs Neue mit hervorragendem Essen - immer hatten wir die Auswahl zwischen unterschiedlichen Gerichten - von den Köchinnen Pnina Prätre und Miriam Maman. In Erinnerung werden den Teilnehmern ebenfalls die Abendprogramme, die Discos und das Nachtspiel bleiben, auf welchem sie sich auf die Suche nach der verlorenen Stromquelle, welche von Bösewichten für ihr Überleben benötigt wurde, begaben.

Esther Senecky


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