
SIG ENewsletter 02-07/ 14. März 2007
Informationen zur Koscherfleisch-Versorgung
Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund teilt mit:
Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund fühlt sich seit seiner Gründung verpflichtet, im Rahmen seiner Möglichkeiten seinen Teil zu einem reibungslosen und korrekten Ablauf der Versorgung mit Koscherfleisch beizutragen. Wie bereits mitgeteilt, hat eine jüdische Firma praktisch das gesamte Kontingent Koscherfleisch für das 1. Quartal 2007 ersteigert, obwohl dies ihren Eigenbedarf bei weitem übersteigt. Sie weigert sich, die selbst nicht benötigten Anteile des Kontingentes an diejenigen Verkaufsstellen abzutreten, welche dringend Koscherfleisch zur Versorgung der jüdischen Bevölkerung für Pessach benötigen. Die zuständigen Bundesbehörden beteuern zwar, grosses Verständnis für unsere Anliegen zu haben, sind jedoch nicht bereit, zu einer befriedigenden Lösung des drohenden Versorgungsengpasses Hand zu bieten. Aus diesem Grund ist bis zum 31. März 2007 der Import von Koscherfleisch nur unter Bezahlung eines erheblichen Zollzuschlages möglich, was für die Konsumenten eine starke Erhöhung der ohnehin schon hohen Preise für Koscherfleisch zur Folge hätte.
Die entstandene Situation, welche allein auf das verantwortungslose Verhalten einer einzelnen Person zurückzuführen ist, darf nach Ansicht der Geschäftsleitung des SIG nicht dazu führen, dass die jüdischen Konsumenten an Pessach auf Fleisch verzichten, oder dafür einen wesentlich höheren Preis bezahlen müssen. Die GL hat deshalb an ihrer letzten Sitzung beschlossen, den Verkaufsstellen für Koscherfleisch einen einmaligen finanziellen Beitrag zur Verfügung zu stellen. Dieser soll der sonst notwendigen Preiserhöhung zufolge der zu bezahlenden Zollzuschläge entgegenwirken und vollumfänglich den Konsumenten von Koscherfleisch zu Gute kommen.
Für das 2. Quartal 2007 kann bereits ab dem 2. April 2007 Koscherfleisch mit den bisher üblichen Zollzuschlägen eingeführt werden.
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