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ENewsletter FSCI 03-07 / 24.09.2007 Propos antisémites dans le train spéecial Bâle-Lucerne du FCBâle Comme vous I'avez certainement tous appris par la presse et la télévision, un petit groupe d'extrémistes de droite ont tenu des propos antisémites dans le train spécial de Bâle à Lucerne. S'il n'avait pas été filme par une personne privée, cet incident n'aurait probablement jamais été relevé publiquement, même si le personnel de sécurité accompagnant le convoi aurait dû intervenir ou pour le moins faire état de cet incident. Le Comite Directeur de la Fédération des Communautés Israelites, par le biais de son département «prévention et information», n'est pas seulement entré en contact avec le Football Club Bâle et le Fan Club du FCB, mais également avec la Ligue Suisse de Football et la FIFA, ceci également an prévision de EURO 08. Voici quelques extraits de la presse: © Basler Zeitung; 17.09.2007; Seite 15 Nazi-Gesänge im FCB-Extrazug Luzerner Behörden sollen wegen Verstosses gegen die Rassismusstrafnorm ermitteln PHILIPP LOSER Üble Bilder strahlte das Schweizer Fernsehen vergangene Woche aus: Im Extrazug zum Auswärtsspiel des FCB in Luzern wurden Nazi-Parolen skandiert. Der Verein distanziert sich. Die aufgeputschte Meute wünscht sich singend eine U-Bahn von «Luzern direkt nach Auschwitz» und grölt danach mehrmals hintereinander den Nazi-Ruf «Sieg Heil!». Die verstörenden Bilder wurden Ende August von einer versteckten Kamera des Schweizer Fernsehens aufgenommen › im FCB-Extrazug zum Auswärtsspiel in Luzern. Der Beitrag der «Rundschau» von vergangener Woche zeigte am Beispiel des Super-League-Spiels zwischen Luzern und Basel die Vorbereitungen der Polizei auf die Euro 2008. Die Nazi-Parolen wurden nur am Rand thematisiert. Anders bei der Nachrichtensendung «10 vor 10»: In der Sendung vom Freitag stellte «10 vor 10» die Frage nach möglichen Ermittlungen wegen eines Verstosses gegen die Antirassismus-Strafnorm und kam zu einem ernüchternden Ergebnis: Anscheinend fühlt sich niemand für die Nazi-Gröler verantwortlich, weil die Verstösse in einem fahrenden Zug und damit auf dem Gebiet von mehreren Kantonen begangen worden sind. Die Eisenbahn, ein rechtsfreier Raum? «Das stimmt so nicht», sagt Markus Melzl von der Basler Staatsanwaltschaft. Allerdings sei es etwas kompliziert, in einem solchen Fall die Zuständigkeit zu bestimmen. Beim Beispiel der Nazis im Zug handle es sich um ein «Distanzdelikt», bei dem der Ort der Handlung nicht mit Exaktheit bestimmt werden könne. «Darum sind die Behörden im letztmöglichen Tatort zuständig. In diesem Fall also die Luzerner Behörden.» Die Basler Staatsanwaltschaft wird diese Woche eine Meldung nach Luzern machen und bietet › falls gewünscht › auch Rechtshilfe an. Ob die Luzerner bereits von sich aus Ermittlungen aufgenommen haben › ein Verstoss gegen die Rassismusstrafnorm ist ein Offizialdelikt und muss von Amtes wegen verfolgt werden ›, ist unklar. Gestern Sonntag war bei der Luzerner Polizei niemand zu erreichen, der gewillt war, Auskunft zu geben. «Wehret den Anfängen». Beim FC Basel ist man geschockt über die Bilder in der «Rundschau»: «Ich appelliere an alle Fans des FC Basel sich von solchen Individuen zu distanzieren», sagt FCB-Sprecher Josef Zindel. Bereits im Frühjahr geriet der FCB wegen eines Nazi-Problems in die Schlagzeilen: Im Spiel gegen den FC Zürich wurde im Basler Fansektor eine Reichsflagge aufgehängt: «Ich hielt das damals für einen sehr schockierenden Einzelfall», sagt Zindel, «jetzt passiert es aber zum zweiten Mal. Wir werden das nun sofort intern thematisieren. Ganz im Sinne: Wehret den Anfängen.» Man habe im Umkreis des FC Basel in den 80er-Jahren gewisse Probleme mit rechtsextremen Tendenzen gehabt, so der FCB-Sprecher › seither sei es aus dieser Ecke aber ruhig geblieben. «Strömungen dieser Art werden wir auf keinen Fall tolerieren.» © Basler Zeitung; 18.09.2007; Seite 10 Verfahren gegen Nazi-Gröler wird eröffnet Die Basler Behörden ermitteln OFFIZIALDELIKT. Plötzlich geht alles ganz schnell: Ein Basler Staatsanwalt konferierte am Montagmorgen per Telefon mit einem Luzerner Kollegen und noch vor dem Mittagessen stand der Entscheid fest. Die Basler Staatsanwaltschaft wird ein Verfahren gegen die Nazi-Gröler im Extrazug nach Luzern von Ende August eröffnen. Die jungen Rechtsextremen waren vom Schweizer Fernsehen dabei gefilmt worden, wie sie sich singend eine U-Bahn von «Luzern direkt nach Auschwitz» wünschten und «Sieg Heil!» brüllten (vgl. baz von gestern). «Wir eröffnen ein Verfahren der Sache wegen», sagt der Basler Staatsanwaltschafts-Sprecher Markus Melzl, «es kann nicht sein, dass wir das durch die ganze Schweiz schieben.» Noch am Sonntag war die Basler Staatsanwaltschaft davon ausgegangen, dass die Luzerner Behörden für den Fall zuständig sind. «Hauptsache ist, dass nun ein Verfahren eröffnet wird. Es handelt sich ja auch um ein Offizialdelikt», sagt dazu Simon Kopp, Sprecher der Luzerner Strafuntersuchungsbehörden. TATORT OFFEN. Wer das Verfahren wegen des Verstosses gegen die Antirassismusstrafnorm schliesslich zu Ende führen wird, ist allerdings noch offen. Die Basler Staatsanwaltschaft wird nun mit den Ermittlungen beginnen. Können die Ermittler einen genauen Tatort (beispielsweise den Bahnhof Olten) bestimmen, soll der Fall an die zuständigen Kantonsbehörden übergeben werden. los © Basellandschaftliche Zeitung / MLZ; 18.09.2007; Seite 16 Verfahren wegen Nazi-Parolen FCB-Extrazug Basler Behörden ermitteln david weber Nun ist die Basler Staatsanwaltschaft (Stawa) aktiv geworden. Gestern leitete sie ein Verfahren wegen Verstosses gegen die Antirassismus-Strafnorm ein, gegen eine Gruppe junger Männer, die in einem FCB-Extrazug von Basel nach Luzern judenfeindliche Parolen und «Heil Hitler» brüllten sowie antisemitische Lieder grölten («Eine U-Bahn bauen wir, von Luzern direkt nach Auschwitz . . .»). Die «Rundschau» des Schweizer Fernsehens (SF) zeigte letzte Woche diese wüsten Szenen aus dem Extrazug, gefilmt mit zwei versteckten Kameras. Klare Verstösse gegen die Antirassismus-Strafnorm, die mit Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren geahndet werden können. Stawa klopft beim SF an. Ein Offizialdelikt wie dieses muss zwingend geahndet werden. Das Problem: Es ist derjenige Kanton dafür zuständig, auf dessen Terrain das Delikt passiert ist. Im Falle des fahrenden Extra-Zuges ist dies noch unklar. «10 vor 10» erhob deshalb den Vorwurf, dass sich weder die Basler noch die Luzerner Behörden zuständig fühlten. Nun «hat der Erste Staatsanwalt entschieden, dass wir das Strafverfahren einleiten», berichtet der Mediensprecher der Basler Stawa, Markus Melzl, der bz. «Wir versuchen die Täterschaft, nicht den Tatort zu ermitteln», stellt er klar. Wenn man im Rahmen dieser Ermittlung auf den Tatort stosse, dann «werden wir das Verfahren an den entsprechenden Kanton abtreten». Das wird früher oder später der Fall sein. Denn auf Basler Boden befand sich der Zug nur einige hundert Meter. Ist bei einem «Distanzdelikt» der Tatort nicht eindeutig, ist gemäss Gesetz der «letztmögliche Tatort» relevant, wie Melzl erklärt, in diesem Fall wäre das Luzern. Die Stawa werde nun beim SF anklopfen. «Damit man uns das gefilmte Rohmaterial aus dem Zug zur Verfügung stellt, das könnte eventuell noch zu Diskussionen führen», mutmasst Melzl. Weiter werde man die im Zug anwesenden Bahnpolizisten und Kameraleute des Schweizer Fernsehens als Zeugen befragen sowie entsprechende Szene-Kenner der Polizei beiziehen. Die Chancen, die Täterschaft zu identifizieren, stünden in diesem Fall gut, meint Melzl. Auch der FCB handelt Auch beim FCB wird man nach den schockierenden Bildern aktiv. Das Aufhängen einer Reichskriegsfahne im Basler Sektor › beim Auswärtsspiel gegen den FC Zürich am Ostermontag › habe man noch als Einzelfall taxiert, aber jetzt müssten sie handeln, zeigt sich FCB-Mediensprecher Josef Zindel entschlossen. Zusammen mit Fachpersonen betreffend Neonazitum und mit Fangruppen werde man ab nächster Woche mögliche Massnahmen diskutieren, um solche Vorfälle künftig zu verhindern. «Seit Jahren fahren wir in der Fanarbeit zwei Strategien: Integration und Repression. Aber diese Vorfälle haben nicht das Geringste mit Fankultur zu tun», sagt Zindel. «Bei Neonazi-Vorfällen hilft differenzieren wohl kaum, hier müssen wir wohl hauptsächlich auf Repression setzen.» Der FCB sei «schockiert über die Vorkommnisse» und verurteile diese in aller Form, erklärt Zindel. D'autre part, Josef Zindel, le porte-parole du FC Bâle, a réagi mardi 18 septembre 2007 en envoyant le courriel suivant: Sehr geehrte Damen und Herren von der Israelitischen Gemeinde Basel Schockiert, mit Scham und mit grossem Bedauern haben Präsidium, Management, Trainer, Spieler, Geschäftsstelle und nach unserer Wahrnehmung auch Tausende von Fans des FC Basel 1893 zur Kenntnis nehmen müssen, wie sich in einem Extrazug zu einem FCB-Spiel Personen, die sich zum Fan-Umfeld zählen, auf widerlichste und in keiner Weise tolerierbarer Form antisemitisch verhalten haben und mit Neo-Nazi-Gebaren aufgefallen sind. Es ist uns vom FC Basel 1893 ein grosses und ehrliches Bedürfnis, uns in erster Linie bei allen Mitmenschen, namentlich auch bei allen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, dafür zu entschuldigen, dass sie in ihren Empfindungen verletzt wurden. Wir sind empört, dass dies durch Personen geschah, die sich selbst in Verbindung mit dem FCB bringen. Auf bisherige Medienanfragen haben wir uns vom FCB in aller Form und mit grösstmöglicher Deutlichkeit von diesen Ereignissen distanziert und die Vorfälle ohne jede Einschränkung verurteilt. Das werden wir weiterhin tun, und das möchten wir auch Ihnen gegenüber mit diesem ersten Schreiben an Sie tun. Zudem haben wir Mails von Menschen, namentlich auch aus jüdischen Kreisen, die sich in dieser Angelegenheit an uns gewandt haben, bereits persönlich beantwortet und uns auch auf diesem Weg entschuldigt und distanziert. Wir vom FCB wissen aber auch, dass dies nicht genügt, sondern dass rasch und entschlossen alles versucht und unternommen werden muss, um solche Vorkommnisse zu verhindern. Wir sind deshalb zurzeit daran, eine Arbeitsgruppe zu installieren, die sich ohne Verzug an die Arbeit macht. Dafür werden wir in nächster Zeit verschiedene kompetente und vor allem auch betroffene Organisationen und Kreise zum Gespräch und zum Mithelfen einladen, darunter neben dem Fanprojekt Basel, neben besonnenen Fankreisen und anderen Fanarbeitern vor allem auch Fachleute, die sich mit der Bekämpfung von Rechtsextremismus, Neo-Nazionalismus, Rassismus und Antisemitismus auskennen. Für diesen Zweck werden wir uns erlauben, auch Sie in Kürze direkt und konkret zu kontaktieren. Wir bitten Sie allerdings noch um einige Tage Geduld, da wir bis Ende dieser Woche mit dem Auswärtsspiel des FC Basel in Sarajevo (Bosnien) absorbiert sind. Vor allem aber bitten wir Sie nochmals in aller Form um Entschuldigung und ersuchen Sie bereits jetzt um Unterstützung in jenen Formen und in dem Ausmass, wie es für Sie möglich sein wird. Gleichzeitig bitten wir Sie, nach Ihrem Gutdünken und Ihrem freien Willen andere jüdische Kreise von diesem Schreiben an Sie zu informieren. Falls Sie sofort Fragen oder Anregungen an den FCB haben, können Sie mich gerne auf meiner Mobile-Nummer 079 343 56 80 kontaktieren. ich werde auch in Bosnien weitgehend erreichbar sein. Mit freundlichen Grüssen, auch im Namen des Präsidiums und des Verwaltungsrates, die selbstverständlich in die nächsten Schritte und in die kommenden Kontakte mit Ihnen ebenfalls einbezogen werden. FC Basel 1893 AG La FSCI ne peut réagir de manière efficace face à de tels incidents que parce qu'elle dispose des contacts essentiels avec les personnes et les organes impliqués. Cette réseau net est une partie importante du département «prévention et information». Recommandez notre newsletter ! Avez-vous trouvé intérêt à lire ces informations ? Alors transmettez cette newsletter à vos amis et connaissances. Ou inscrivez-les dès à présent sous http://newsletter.swissjews.org/index_fr.php. Merci ! |
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